Zur Auswirkung von Windrädern auf das Ökosystem Wald
Mit der Neuauflage und Fortentwicklung seiner Informationskampagne “Windkraft im Visier” will der Deutsche Naturschutzring (DNR) die Diskussion um erneuerbare Energien, wie die Windkraftnutzung, weiter voranbringen und gleichzeitig versachlichen. Denn obwohl die regenerativen Energien angesichts des Klimawandels und knapper werdender Ressourcen eine hohe Anerkennung genießen, gibt es auch Widerstände.
„Es muss gesellschaftlicher Konsens und auch rechtlich abgesichert sein, dass die Erzeugung erneuerbarer Energien nicht die Sicherung unserer biologischen Vielfalt beeinträchtigt. Unsere Aufgabe ist es deshalb, die Entwicklung erneuerbarer Energien insgesamt zu fördern, ohne dass im Einzelnen der Naturhaushalt oder unser heimischer Artenbestand nachhaltig geschädigt werden.”
DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen zum Auftakt der neuen DNR-Kampagne
Um dies zu gewährleisten, will sich der DNR im Rahmen seiner Kampagne neuen Themenbereichen widmen. Dazu gehört nicht zuletzt die Windenergienutzung im Wald, denn in vielen Mittelgebirgsgegenden ist Windkraft nur auf Kuppen oder Erhebungen sinnvoll zu nutzen, die oftmals bewaldet sind. Insofern stellt sich immer, wenn der Ausbau der Windenergie dort angedacht wird, auch die Frage, ob Wälder überhaupt geeignete Standorte für Windenergieanlagen sind. Doch auch im norddeutschen Tiefland, wie etwa in Brandenburg, werden Forstflächen durchaus in die Standortsuche mit einbezogen.
Der DNR möchte deshalb die Frage, ob Wälder grundsätzlich als Standorte für die Nutzung der Windkraft in Betracht kommen, in einem Fachgespräch erörtern und ausloten. Eingeladen sind
- Waldökologen mit ihrem speziellen Know-how über die Funktionsweise des Systems und seine allgemeine Empfindlichkeit
- Forstwissenschaftler, die die besonderen Bedingungen in Wirtschaftswäldern kennen
- Verbandsvertreter/innen (z. B. vom Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, BUND,
NABU), die sich mit dem Schutz der Wälder befassen sowie
- verschiedene Artenschutzspezialisten (zu Fledermäusen, Vögeln, Wirbellosen).
Ziel ist es, nicht nur die Grenzen des Möglichen zu diskutieren, sondern auch konkrete Hinweise und Empfehlungen zu entwickeln.
Die Sitzung findet am 02. und 03. November 2010 im Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden, Straubinger Straße, 5 in 94344 Wiesenfelden statt.
Anmeldeschluß ist der 25.10.2010
Wir bieten Verpflegung mit vorwiegend biologischen Lebensmitteln aus der Region an. Die Unterbringung erfolgt in Gasthäusern und Pensionen in Wiesenfelden und Umgebung.
Mit dem Zug anreisende Veranstaltungsteilnehmer können am Bahnhof Straubing abgeholt werden. Andere Anreisewege können abgestimmt werden. Die Kosten der Veranstaltung werden von uns getragen. Reisekosten können wir auf Wunsch erstatten.
Näheres zum Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden finden Sie unter www.schloss-wiesenfelden.de.
Materialien zum Download
aktuelles Thesenpapier des DNR zum Komplex “Windkraft und Wald” (PDF, 160KB)
Einladung zum Fachgespräch mit vollständigem Programm (PDF, 290KB)